Büden - die Perle im Westen von Möckern

Die Ortschaft Büden bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt liegt zwischen dem Fläming und dem Magdeburger Elbtal etwa 60 Meter über dem Meeresspiegel. 

Erstmals im Jahre 992 als slawische Siedlung namens "Budin" erwähnt, bildet die Ortschaft Büden im Jerichower Land heute den westlichsten Punkt der Stadt Möckern, deren Ortskern etwa neun Kilometer entfernt liegt und nach einer zwei Kilometer langen Stichstraße über die Bundesstraße 246 zu erreichen ist. Mit beschaulichen 230 Einwohner (Stand: 31.12.2025) ist unser Ort mit Böden mittlerer Ertragsernte stark ländlich geprägt und imponiert mit für die Gegend typischen ausgedehnten Bauernhöfen und charakteristischen großen Torbögen. Diese sind sehr individuell gestaltet und zeugen von den Anstrengungen und dem Stolz der jeweiligen Besitzer. Bei weiterem Interesse an unserer Geschichte unseres Ortes möchten wir gerne auf die Ortschonik verweisen, an welcher derzeit akribisch gearbeitet wird.

In der Zeit der DDR galt Büden bis 1974 als eigenständige Gemeinde, anschließend wurde es dann 10 Jahre lang der Großgemeinde Königsborn zugeordnet. Von 1984 bis 2002 hatte die Gemeinde dann wieder eine eigene Verwaltung, bis sie im Jahr 2002 zu einem Ortsteil der Stadt Möckern eingemeindet wurde. 
 

Ganz in der Nähe, nämlich nur etwa einen Kilometer in östlicher Richtung entfernt, liegt der gesonderte Ortsteil "Bahnhof Büden", welcher einen wichtigen Haltepunkt in der Eisenbahnstrecke Magdeburg-Loburg bildete. Dabei ist der kleine Ortsteil mit nur wenigen Einwohnern unter den Gemeinden Nedlitz und Büden aufgeteilt, wobei nur drei Grundstücke und das Gewerbegebiet jenseits der Bahngleise zu Büden gehören.

Bezüglich der Entwicklung der Einwohnerzahlen gab die folgende Tendenz:
1840 à 234 Einwohner
1900 à 419 Einwohner
1950 à 480 Einwohner
1968 à 381 Einwohner
2008 à 273 Einwohner

Ortsdaten:
Bundesland: Sachen-Anhalt
Landkreis: Jerichower Land
Einwohner: 230
Flächengröße vor der Eingemeindung: 9,07 km² 
Postleitzahl: 39291
Telefonvorwahl: 039224
Kfz-Kennzeichen: JL

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr euch nach diesem Streifzug auf unserer Website entschließen würdet, unseren schönen Ort zu besuchen!

Von früher zu heute - Die Geschichte von Büden

In der Verwaltungsgemeinschaft bildet Büden den westlichsten Eckpfeiler. Das Dorf ist als Rundling um die zentral liegende Kirche angeordnet und hat einen ländlichen Charakter. Dem aufmerksamen Besucher fallen hier zum ersten Mal die für viele Dörfer unserer Gegend typischen Torbögen der Bauernhöfe auf. Die Bauernhöfe sind meist sehr ausgedehnt mit großen Wohngebäuden und um den rechteckigen Hof angeordneten mächtigen Scheunen und Ställen, die leider heute selten noch eine Funktion haben, manchmal jedoch auch umgebaut wurden, um weiteren Wohnraum zu gewinnen. Sie zeugen von dem Fleiß der Bauern und den guten Erwerbsmöglichkeiten in der Landwirtschaft gegen Ende des letzten und in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts. Besonderer Stolz der Erbauer müssen die Torbögen gewesen sein. Sie sind hoch, um die Erntewagen passieren zu lassen, und unterscheiden sich in der Form und im Detail voneinander. Jeder Bogen ein Unikat - ein Zeuge des Stolzes der Landwirte auf ihren Beruf.

Die Gemeinde Büden wurde erstmals 992 als Budin erwähnt. Eine slawische Besiedlung lässt sich aber viel früher annehmen. Bereits 1420 hatte sich der Ortsname zu Büden gewandelt. Im 30-jährigen Krieg wurde der Ort durch Soldaten und die Pest völlig entvölkert. Das Bauerndorf Büden nahm dann gegen Ende des 19. Jahrhundert in der so genannten Gründerzeit eine gute Entwicklung. 1878 wurde eine neue Schule mit 70 Kindern eröffnet. 1892 wurde der Bahnhof Büden an der Eisenbahnstrecke Magdeburg-Loburg und 1894 erstmalig eine Poststelle eröffnet. 1908 legten die Bürger von Büden den neuen großen Friedhof an. In Büden bestand von 1683 bis zum Jahre 1925 eine Holländerwindmühle. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Büden ein Zentrum der Landwirtschaft mit der Bildung landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften.

Ein 1974 erfolgter Zusammenschluss mit anderen Gemeinden in der Großgemeinde Königsborn wurde 1984 als "erfolgloser Versuch" wieder beendet. Leider brannte im Jahre 1985 die Mauritius-Kirche völlig aus und ihre Mauern bildeten über ein Jahrzehnt lang als Ruine den Dorfmittelpunkt. Erst im Jahre 2000 gelang es einer Interessengemeinschaft, entsprechende Gelder aus Versicherung bzw. Denkmalschutz abzuschöpfen und mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Dieser konnte zwar bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beendet werden, jedoch ist das sanierte Dach wieder weithin sichtbar und verschönert somit die Dorfansicht beträchtlich. Die 269 Büdener Einwohner sind stolz auf ihr neu errichtetes Bürgerhaus, in dem auch die Freiwillige Feuerwehr untergebracht ist.

Die Agrargenossenschaft betreibt weiterhin Landwirtschaft und am Bahnhof entstand ein kleines Gewerbezentrum. Große Anstrengungen unternahm die Gemeinde in punkto Straßenbau. Alle Straßen wurden grundhaft ausgebaut und beeinflussen das Gesamtbild des Dorfes sehr positiv. Mit der 2004 erneuerten östlichen Zufahrtsstraße ging für die Büdener ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, konnten sie sich doch endlich von dem napoleonischen Pflaster trennen.
 

Auszug aus dem historisch-geografisch-statistisch-topographischen Handbuch vom Regierungsbezirk      Magdeburg von 1842

Einige Highlights und historische Bilder aus Büden

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